Ätna – Inéz Schäfer über Momente

Der Moment ist Alles. Inéz Schaefer ist Jazz-Sängerin und Mitglied des Duos ÄTNA. In Saarbrücken geboren und aufgewachsen, hat sie an der Musikhochschule Dresden, neben anderem, Jazz-Gesang studiert. 2017 erschien gemeinsam mit Demian Kappenstein die erste EP des Duos, 2018 folgte die Zweite. Anfang 2020 veröffentlichte ÄTNA nun ihr Debütalbum „Made By Desire“. Inéz Schaefer ist Teil der künstlerischen Leitung des neugegründeten genreübergreifenden Musikfestivals RESONANZEN, welches im Oktober 2020 in Saarbrücken debütieren wird. Wir durften bereits vorab mit ihr sprechen und mehr über das neu erschienene Album, ihre Rolle als Teil der künstlerischen Leitung beim RESONANZEN Festival, als auch ihre eigene Performance vor Ort erfahren.

Liebe Inéz Schaefer, du tourst mit deinem Duo ÄTNA durch Europa, ihr wart auf namenhaften internationalen Festivals zu Gast, steht auch 2020 erneut auf der Bühne und habt diesen Juni das europaweit erste virtuelle Livekonzert aus eurem Studio herausgegeben. Wie fühlt es sich an, nun wieder in Saarbrücken zu sein und das Resonanzen Festival mit zu organisieren?

Es ist großartig wieder hier zu sein und etwas Neues in Saarbrücken auf die Beine stellen zu dürfen. Wir sind drei Kuratoren, die aus verschiedenen Musikgenres kommen. Julien Quentin aus der Klassik, Sebastian Studnitzky aus dem Jazz und der elektronischen Musik. Darüber hinaus gibt es noch Chris Burr im Team, der sich exzellent im Indie-Bereich auskennt. Es macht sehr viel Spaß gemeinsam mit den Kollegen ein breit aufgefächertes und einzigartiges Festival zu gestalten.

Demian und du kreiert mit eurem Duo ÄTNA ein Kunstwerk der Avantgarde indem ihr grundlegend verschiedene Bewegungselemente und Musikgenres miteinander verbindet und damit etwas durchweg Neues erschafft. Anfang 2020 wurde euer Debütalbum „Made By Desire“ veröffentlicht. In welche Richtung hat sich eure Musik, seit der ersten EP, die vor drei Jahren veröffentlicht wurde, entwickelt und bist du an dem Ort angelangt, an dem du ankommen wolltest?

Ich denke, ich werde niemals ankommen. Der Weg ist das tolle an meiner Reise und es gibt immer mehr zu entdecken. Je mehr ich weiß, weiß ich was ich nicht weiß! Über die letzten drei Jahre habe ich mich viel mit Songwriting und Synthesizern beschäftigt. Meine Einstellungen dem Leben gegenüber verändern sich und das überträgt sich direkt in unsere Musik.

Neben deiner Tätigkeit als Teil der künstlerischen Leitung beim Resonanzen Festival, wirst du auch selbst beim Festival auftreten. Kannst du schon etwas genauer auf deine baldige Performance eingehen?

Die Konzerte hängen immer stark von der Atmosphäre mit dem Publikum ab, daher wird es garantiert einzigartig. 🙂

Eure ersten EP’s sind alle in Live-Sessions entstanden, eure Shows, die den Fokus auf Klavier, fusioniert mit analogen Effekten, Loops, Verzögerungen und deinen Vocals legen, sind alle live und all eure Musikvideos sind One-Shots, wurden also komplett in einem Stück gedreht. Was bedeutet dir dieses Moment der Einmalig- und Einzigartigkeit?

Demian und ich kommen aus dem Jazzbereich, eine Musikrichtung, in der der Moment Alles ist. Improvisation aus dem Nichts heraus. So entstehen unsere Songs und wenn wir live spielen, klingen diese Songs jeden Abend anders. Und dieser Rausch des Moments bedeutet mir sehr viel.

Text: Antonia Weber Bild: Band

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