Das überragende Filmpecial – Sandler trumpft auf

Published On November 1, 2017 | By Javad | Filme, Tipps, TV

Adam Sandler hat schon unzählige Filme gedreht. Und klar ist: Er ist ein Clown, ein zur Albernheit tendierender Comedian, ein Kind im Manne. Bei vielen Filmfans gilt er wohl deshalb als ein wenig zu beachtender Schauspieler. Damit tun sie ihm jedoch unrecht. In der Romantikkomödie „Urlaubsreif“ (Originaltitel: „Blended“) konnte er 2014 an der Seite von Drew Barrymore überzeugen. Okay, die 2015er Netflix-Produktion „Die lächerlichen Sechs“ („The Ridiculous 6“) war so albern, dass es einem schwerfiel, die ersten Minuten zu überstehen.

Für besagten Sender Netflix hat sich Sandler bereits mehrere Male vor den Karren spannen lassen: Auf „Die lächerlichen Sechs“ folgten „The Do-Over“ (2016), „Sandy Wexler“ (2017) und just „The Meyerowitz Stories (New And Selected)“. In letztgenanntem Film spielt Sandler Danny Meyerowitz, den Sohn des jüdischen Bildhauers Harold Meyerowitz (Dustin Hoffmann), der in vierter Ehe mit der alkoholabhängigen Maureen (Emma Thompson) verheiratet ist. Dannys Ehe ist am Ende, er ist ein arbeitsloser Hausmann und hat eine 18-jährige Tochter namens Eliza (Grace Van Patten). Wegen der Trennung von seiner Frau, sucht er mit seiner Tochter, die ein Filmstudium beginnen will, im Haus seines Vaters Zuflucht. Danny hat zudem eine Schwester Jean (Elizabeth Marvel) und einen Halbbruder, Matthew (Ben Stiller). Keiner ist jedoch das Kind von Maureen. Patchwork heißt also das Zauberwort bei den Meyerowitz’.

Der Film von Noah Baumbach feierte auf den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes Premiere. Jetzt ist er auch bei Netflix zu sehen. Und er lohnt sich, denn Adam Sandler – und auch Ben Stiller – sind mal in einem weniger klamaukhaften Film zu sehen, dessen zentrale Rolle der Vater der Patchwork-Familie ist. Um ihn dreht sich alles, denn ihm wollen alle gerecht werden, was allerdings aufgrund dessen Eigensinnigkeit und Sturheit ein unmögliches Unterfangen ist. Daraus ergeben sich viele komische und auch tragi(kkomi)sche Szenen. Die Gefühlssage des Zuschauers pendelt zwischen Lachen bzw. Schmunzeln und Tränen hin und her. Baumbach, der den Film in mehrere Kapitel, die ihren Fokus auf jeweils einen Charakter gelegt haben, unterteilt hat, gelingt dieses Wechselspiel ohne Kitsch. Dazu passt die Filmmusik, die vom großartigen Randy Newman stammt.

Dank „The Meyerowitz Stories (New And Selected)“ wird Sandler von einigen Kritikern als Kandidat für eine „Oscar“-Nominierung gehandelt. Käme es wirklich dazu, wäre das phänomenal.

Text: Peter Parker Bilder: Netflix

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