Masturbationstraining

#GESUNDESEXUALITÄT – Männergesundheit

Männliche Potenz ist ein hohes Gut. Welcher gereifter Mann fürchtet nicht, früher oder später Probleme mit der Erektion und dem Durchhaltevermögen zu bekommen – scheint es doch als natürlicher Lauf der Dinge, dass Mann früher oder später seine Standhaftigkeit einbüßt. Schon frühzeitig greifen viele Männer zu allerlei Mittelchen und Pillen, doch es scheint kein verlässliches Präparat gegen den letztendlichen Potenzverlust zu geben. Wen es spät trifft hat offenbar Glück.

Tatsächlich sind Erektionsstörungen und Potenzprobleme bei Männern ab der zweiten Lebenshälfte sehr weit verbreitet, aber in erster Linie kein biologisches oder medizinisches Phänomen, sondern es handelt sich dabei um eine kulturelle Erscheinung. Das bedeutet, dass Männer genitale Schwäche erfahren, weil sie ihr ganzes Leben aufeine bestimmten Art und Weise Sex haben – und hierzu gehören leider die Meisten, so dass selbst von vielen Medizinern nicht erkannt wird, wo die eigentliche Ursache liegt.

Wir haben Sex in einer Weise, dass es in aller Regel mit viel Druck und Anspannung im Beckenbereich abläuft. Denn schließlich wird landläufig „gebumst“, „gefickt“, „gerammelt“,„genagelt“ und eher selten mit Gespür und Feinfühligkeit Sex gehabt. Das gilt sowohl für den Solo-Sex als auch für den partnerschaftlichen Verkehr. Männer „besorgen“ bzw. „machen“es ihr und auch ihm. Viele Männer verlieren auch die Erektion, wenn nicht genug Reibung und Druck ausgeübt wird – eine Folge jahrelanger Abstumpfung.

Es spricht nichts gegen harten und schnellen Sex – jedoch führt er im Übermaß zu Problemen mit dem Beckenboden. Dieser leidet bei den meisten Männern unter einer chronischen Überspannung, was dann letztlich dazu führt, dass sich spätestens nach 30 bis 40 Jahren sexueller Aktivität Erektionsprobleme einstellen.

Das Bild, wie Sex „gehört“ und ausgeübt wird, wird natürlich von Generation zu Generation weitergegeben – zwar wird es weiterentwickelt und es treten dann und wann neue Strömungen auf,doch besteht weiterhin die Grundauffassung, dass Sex mit Tonus,Geschwindigkeit und Druck abzulaufen hat. Wer mit Tantra oder den taoistischen Liebeskünsten in Kontakt kommt, erfährt schnell, dass es auch anders gehen kann.

Wenn Du sexuell kraftvoll und aktiv bis ins Alter sein willst, solltest Du zunächst für ordentlich Abwechslung beim Sex sorgen, was heißt,dass er abwechslungsreich aber vor allem gefühlvoll und entspannt sein sollte. Hierfür sind verschiedene Techniken und Spielchen leicht zu erlernen. Spezielle Masturbationsweisen können zudem Potenzproblemen und frühzeitigem Samenerguss vorbeugen und gezielte Massagen und Beckenbodenübungen können selbst bei fortgeschrittenen Erektionsproblemen neues Leben in die Hose und somit auch ins Bett ringen – alles völlig ohne Präparate. Die Nebenwirkungen bestehen aus gesteigerter Lebensqualität, mehr Spaß im Bett und einer gesunden männlichen Sexualität.


Dr.Rouven Gehr
ist Paartherapeut sowie Sexological Bodyworker und arbeitet u.a. als Sexualtrainer am Institut für Beziehungsentfaltung in Saarbrücken für das Finden und Begleiten von Wegen zu erfüllten Beziehungen in Partnerschaft, Sexualität und Persönlichkeit.

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