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Interview mit Louka – Schluss mit Verstecken

Published On April 12, 2018 | By redaktion | Heimatmelodien

Die Popakademie in Mannheim hat schon einigen saarländischen Künstlern und Musikbusinessmalochern Tür und Tor geöffnet. Das jüngste Beispiel ist Lisa Marie Neumann. Die St. Ingberterin wohnt mit ihrem Lebenspartner Johann Seifert seit einiger Zeit in Berlin und macht als Pop-Singer/Songwriterin Louka von sich reden.

Welches Fach hattest Du an der Popakademie studiert?
Singer/Songwriter heißt das Fach – beziehungsweise Popmusikdesign.

Preis: EUR 12,00
Wie groß war Dein Entwicklungsschub durch das Studium?
Das Studium war super wichtig für mich. Ich konnte dort sehr frei agieren. Es ist nicht so, dass man nach dem Studium der absolute Profi in Musiktheorie ist. Die nehmen dich dort so, wie du bist. Klar muss man auch etwas lernen: die Basis sozusagen. Dann aber gilt es, deine eigene Künstlerperson zu finden und zu definieren. Beim Jazzstudium mag das anders sein, wo das Hauptaugenmerk eher auf den musikalischen Grundlagen liegt.
Der Entwicklungsschritt – bis heute gesehen – ist bei mir enorm groß – auch was den Gesang angeht. Wobei das aber auch damit zusammenhängt, dass ich seit 2008 mehr oder weniger täglich singe und texte. Dadurch weiß man, was man (sagen) will. Wenn ich mir frühere Demos mit englischen Texten anhöre: Die Aussprache war unterirdisch. Und was ich da gesungen habe… (lacht). Heute kann ich auf allen Ebenen sehen, was ich ausdrücken will – auch auf der visuellen.

Hat das Studium auch Deine Musik verändert?
Auf jeden Fall. Die Musik, die ich mit meiner früheren Band marie and the redCat machte, ist schon sehr viel anders als das, was ich heute mit Louka mache. Insgesamt hat sich die Musik durch die Leute, die ich dort kennenlernte, verändert. Früher saß ich in meinem Zimmer und nahm mit der Gitarre Songs auf. Durch das Studium kamen andere Instrumente und andere Kompetenzen hinzu. Ich habe zudem gelernt, wie man sich auf der Bühne in die Musik reinfallen lassen kann und wie man sich bewegt. Das war für mich eine große Erfahrung, weil ich vorher immer versucht habe, mich hinter dem Mikrofonständer zu verstecken. (lacht)
Kurzum: Es war geil, an der Popakademie all die vielen Leute getroffen zu haben, die fast alle Musik gemacht haben. Jeder schrieb Songs, man traf sich und spielte sich die Lieder gegenseitig vor. Das machte unglaublich viel Spaß.

Du schreibst die Songs mit Johann Seifert. Wie viel von Dir steckt in Deinen Kompositionen?
Die Texte schreibe ich komplett alleine. Bei der Musik mache ich die Demos zuhause. Ich produziere die funktionellen Sounds, Beats und dergleichen. Dann gebe ich das an Johann und den Rest der Band weiter. Mal habe ich einen ganzen Song, mal nur einen Akkordfetzen, aus dem mit den anderen im Proberaum ein Song entstehen soll. Die Grundidee beziehungsweise den Anstoß liefere immer ich.

Text: Peter Parker Bild: Sophie Kirsche

Information!
Kleiner Klub, Saarbrücken, Mittwoch, 25. April, ab 19 Uhr
4plus1-konzerte.de
loukamusik.de

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