Lotte – Optimistische Pop-Hommage an das Leben

Mit dem Duett „Auf das was da noch kommt“ lieferte die 23jährige Sängerin/Songwriterin aus Ravensburg im Duett mit Max Giesinger nach „Schau mich nicht so an“ bereits den zweiten Hit aus ihrem aktuellen Album „Glück“ vor dessen Veröffentlichung ab. Seit ihrem Debütalbum „Querfeldein“ 2017 hat die Künstlerin einen beachtlichen Karrieresprung geschafft, der in einer „Tour zum Glück“ Anfang 2020 mündet. Rechtzeitig vor ihrer Show in Freiburg baten wir die sympathische Charlotte Rezbach zum Gespräch.

Musik und deren Unterricht hat Dich bereits als Kind/Jugendliche begleitet, wann hast Du die Entscheidung getroffen, die Berufung zum Beruf zu machen?

Ich hatte großes Glück! Musik war ja immer schon Teil meines Lebens und irgendwo war der Wunsch das auch weiter und mehr zu machen immer da. Für mich war das aber immer nur ein Traum und ich dachte es wäre unmöglich. Als ich dann plötzlich einen Plattenvertrag auf dem Tisch hatte, habe ich keine Sekunde gezögert.

Wie kam es dazu, dass Du bereits 2016 als Support für Max Giesinger und Johannes Oerding Erfolge feiern konntest? Normalerweise kommt man als junge Künstlerin ohne CD-Veröffentlichung nicht unbedingt an solche guten Support-Slots.

Max Giesinger hatte ich damals durch Zufall an der Popakademie Mannheim kennengelernt, und über ihn dann Johannes. Wir haben uns alle gut verstanden – umso schöner, dass ich dann mit auf Tour durfte. Mit Max habe ich ja auch heute noch das ein oder andere Konzert.

Hat es Dich überrascht, dass Columbia Records Dich 2017 unter Vertrag genommen haben und dass sich bereits Dein Debütalbum „Querfeldein“ so erfolgreich verkauft hat?

Damit hatte ich kein bisschen gerechnet! Die ungeplanten Parties sind immer die besten 😉

Du scheinst großen Wert auf Deine deutschsprachigen Texte zu legen, stammen diese alle von Dir selbst, oder steht Dir mittlerweile ein Team beim Schreiben zur Seite? Und um welche Themen drehen sich Deine Texte primär?

Sowohl als auch! Ich schreibe gerne für mich alleine in meinem Zimmer und sammele Ideen. Oft bringe ich sie dann aber im großen Team zu Ende. Meine Lieder sind nach wie vor autobiografisch. Ich erzähle darin von allem was mich bewegt, was ich erlebe, was Worte alleine nicht greifen können.

Auch live konntest Du 2017 bis heute große Erfolge feiern. Bevorzugst Du als Sängerin/Songwriterin da eher die Clubs mit direktem Kontakt zum Publikum oder fühlst Du Dich auch auf großen (Festival-)Bühnen wohl?

Ich mag die Abwechslung! Private kleine Konzerte haben was total Besonderes, da kann ich so schön viel über die Texte erzählen und mein Publikum richtig kennenlernen. Aber auf einer Bühne vor 20.000 Leuten zu stehen raubt einem natürlich auf eine ganz andere Art und Weise den Atem.

Bist Du stolz, dass Apple Dich als einzige deutsche Künstlerin für die Up Next-Kampagne ausgewählt hat, in der ansonsten nur KünstlerInnen aus UK und den USA mitwirkten?

Immer noch so sehr! Das hat mir damals extrem viel gebracht. Ich find es auch toll, dass wir nach wie vor viel Kontakt haben, uns über Musik austauschen und sie mich immer wieder unterstützen.

Dein neues Album „Glück“ ist bereits erschienen. Wie würdest Du die Entwicklung von „Querfeldein“ hin zu den 12 aktuellen Stücken beschreiben?

Veränderung. Leben (richtig Leben!). Ausprobieren. Das sind vermutlich die drei Überbegriffe, die meine letzten drei Jahre und damit auch den Weg zum neuen Album ganz gut beschreiben. Ich bin mit meinem ersten Album, das ich nach wie vor sehr liebe, in diese Musikwelt gefallen und hatte keine Ahnung was mich erwartet. Ich habe daraufhin so viel erleben dürfen! Zu meinem zweiten Album wollte ich eine Sound-Weiterentwicklung und Veränderung. Ich wollte die Produktionszeit genießen. Musik schaffen soll gut tun und ganz viele tolle magische Momente ermöglichen. Und ich wollte mich mit meinen Songs und dem Sound, dem ganzen Look, weiter ausprobieren.

Inwiefern spielen die Gäste auf der Produktion eine wichtige Rolle?

Ich hatte mir darüber gar keine Gedanken gemacht, bis der Song „Auf das was da noch kommt“ entstanden ist. Er war ursprünglich gar nicht als Duett gedacht, aber als Max dann mitgesungen hat war alles klar.

Du hast seit 2017 mehrere Musikvideos veröffentlicht, ist Dir die visuelle Umsetzung einzelner Songs im Laufe der Zeit immer wichtiger geworden?

Für mich steht die Musik selbst nach wie vor absolut im Mittelpunkt und an erster Stelle. Trotzdem lerne ich auch was Musikvideos betrifft immer mehr dazu und hab neue Ideen: Wie zum Beispiel, bei „Auf das was da noch kommt“ einfach Freunde und Bekannte zum Mitspielen einzuladen.

Mit 24 Jahren denkt man noch nicht unbedingt an eine eigene Familie, wie sieht Deine Karriereplanung daher aus?

Och, Familie wäre irgendwann auch ganz schön. Aber erstmal weiter Musik machen 

Wie verbringst Du Deine sicher knappe Freizeit, kannst Du Dich z.B. gut bei einem Ravensburger Spiel aus Deiner Heimatstadt entspannen?

Ich liebe es zu puzzlen. Aber auch Kochen, Sport und Zeit im Freien finde ich super.

Text: Frank Keil. Bild: PR

www.musikvonlotte.de/

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