M – Eine Stadt Sucht Einen Mörder

Kunstvolle Serie

1931 erschien Fritz Langs Film „M“ in einer politisch und sozial aufgeheizten Gesellschaft zwischen zwei Weltkriegen. Handelte der Film von der Jagd der Presse und der Unterwelt auf einen Kindermörder in Berlin, so spielt David Schalkos Serien-Adaption „M – Eine Stadt Sucht Einen Mörder“ im heutigen Wien. Wo Lang versuchte, Studioaufnahmen real aussehen zu lassen, hat Schalko an Originalschauplätzen in Wien gedreht und lässt dies wie Studioaufnahmen aussehen. An diese Künstlichkeit der Bilder muss man sich erst gewöhnen. Sie haben fast etwas übertrieben Comichaftes.

Die Parallelen zwischen der Serie und aktuellen Ereignissen in Österreich und Deutschland sind offensichtlich. Die populistische Presse, personifiziert durch den namenlosen Zeitungsverleger (Moritz Bleibtreu), nutzt mit dem ebenso manipulativen wie gelackten jungen Innenminister (Dominik Maringer) die Gunst der Stunde, das „Volk“ zu verunsichern und aufzuwiegeln und die „Gutmenschenpolitik“ zu beenden. Das gelingt ihnen in dieser starbesetzten Serie mit Udo Kier, Bela B, Lars Eidinger und Sophie Rois.

Bereits erschienen.
„M – Eine Stadt Sucht Einen Mörder“ (Universum Film GmbH)

Text: Peter Parker
Bild: Universum Film

Trailer von M – Eine Stadt sucht einen Mörder

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