Music & Stories – Andy Scott (The Sweet) mal anders

Music & Stories nennt sich eine Veranstaltungsreihe, die im Januar durch Deutschland tourt. Mit dabei die Glam Rock-/Classic Rock-Veteranen von Uriah Heep, Nazareth und Wishbone Ash. Und der Clou dabei: Moderieren wir diese Show kein Geringerer als Andy Scott, Songschreiber, Gitarrist und Produzent von The Sweet. Der gebürtige Walliser wird mit den einzelnen Bands zwischen ihren Auftritten ganz locker plaudern, um den Fans so das eine oder andere Geheimnis aus der Welt des ´Sex, Drugs and Rock´n Roll´ preiszugeben. Vorab stellten wir Entertainer Andy Scott fünf Fragen.

Du bist seit mehr als 50 Jahren ein erfolgreicher Musiker und im letzten Jahr 70 Jahre alt geworden. Erinnerst Du Dich noch an den Anfang Deiner Karriere?

Ich war zu Beginn der 1960er Jahre ein großer Fan von The Shadows sowie den Beatles und habe 1963 begonnen Gitarre zu spielen, danach auch Bass. Anfangs spielte ich in diversen Bands, bis ich Ende der 1960er Jahre, inspiriert von Jimi Hendrix mit der erfolgreichen Elastic Band spielte.

1970 suchten The Sweet per Zeitungsanzeige im ´Melody Maker´ einen Gitarristen. Du hast bei Sänger Brian Conolly, Bassist Steve Priest und Schlagzeuger Mick Tucker vorgespielt und den Job bekommen. War damals bereits abzusehen, dass The Sweet die erfolgreichste Glam Rock-Gruppe der 1970er Jahre werden würden?

Als Musiker hatten wir schon am Anfang großes Potential. Mit den Hits wie „Co-Co“ und „Wig Wam Bam“ des Teams Chapman/Chinn kam dann der Durchbruch, den wir später mit Klassikern wie „Block Buster!“, „The Ballroom Blitz“ oder „Teenage Rampage“ festigen konnten. Und auch die erste selbstverfasste Single „Fox on the Run“ brachte die Band weiter.

Man kann wohl sagen, dass auch The Sweet in Sachen ´Sex, Drugs and Rock´n Roll´ wenig ausgelassen haben. Spätestens ab 1978 forderte dieses Leben aber seinen Tribut und The Sweet in der ursprünglichen Form waren Geschichte…

Brian Conolly war Alkoholiker, dessen Gesundheitszustand Tourneen nicht mehr zuließ und die Auseinandersetzungen führten dazu, dass er 1979 ging. Wir machten bis 1981 weiter, danach gab es Pausen und Line Up-Wechsel, parallel tourte Brian mit New Sweet bis zu seinem Tod 1997. Mick starb dann ja 2002. Ich mache bis heute mit The Sweet weiter, weil ich immer noch viel Spaß an der Musik und unseren zahlreichen Hits habe. Und weil die Fans in der ganzen Welt sie bis heute noch hören wollen. Ich liebe es auf der Bühne zu stehen, viel mehr als im Studio zu produzieren.

Bei ´Music & Stories´ seid ihr nicht dabei, dafür aber Uriah Heep („Lady In Black“), Nazareth (Hair Of The Dog“) und Wishbone Ash („Lorelei“). 150 Jahre Rock-Expertise gemeinsam auf Tournee durch 14 deutsche Städte. Ich denke, sie sind ja keine Unbekannten für Dich.

Absolut nicht, wir haben ja bereits in den 1970er Jahren bei Festivals zusammen auf der Bühne gestanden. Es sind auch alles Kollegen, mit denen ich seit Jahren auf Du und Du bin. Unsere Gespräche sollen daher gleichermaßen humorvoll wie unterhaltsam rüberkommen. Dazu gibt es im jeweiligen Foyer ja noch die Ausstellungen alter Bilder vom ehemaligen Bravo-Fotografen Didi Zill zu sehen und bei jeder Show wird auch live zu den Stars in den Backstage geschaltet werden.

Heute lebst Du in England, eine Stunde westlich von London. Genießt Du die Ruhe auf dem Land?

Es ist dort deutlich entspannter als in London, man ist aber nah genug am Musikbusiness dran. Ich bin sehr interessiert an Sportveranstaltungen und gehe gerne Fliegenfischen. Mal in den Pub, mal ins Kino, so kann ich mich am besten vom Tourleben erholen.

Text: Frank Keil. Bild: PR

Saarlandhalle, Saarbrücken, Samstag, 18. Januar, 20.00 Uhr

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