Neue Konzertreihe in Saarbrücken: JazzZeit

Interview mit Kurator Thomas Altpeter

Im Februar startet die neue Konzertreihe „JazzZeit“ in Saarbrücken und bietet der vielfältigen Jazz-Szene des Saarlands endlich wieder eine Bühne. Wir haben Kurator Thomas Altpeter über die Entstehung und Umsetzung des Projektes gesprochen:

Mit der neuen ganzjährigen Konzertreihe „JazzZeit“ gibt es erneut eine Plattform für die vielfältige Saarbrücker Jazz-Szene. Wie wird diese neue Reihe ingesamt aussehen?

Kurator Thomas Altpeter // Bild: C. Spanier

Es gibt monatlich ein Doppelkonzert, bei dem sich die Formation eines hiesigen Musikers und eine Band von auswärts begegnen. Die Auswahl der Gastband trifft jeweils der Musiker, der mit seiner eigenen Band auftritt. Jedes Konzert hat also einen anderen Kurator

Wie kam es denn zur Umsetzung der Konzertreihe?

Im Vorfeld gab es umfangreiche Diskussionen des Kulturdezernates mit der hiesigen Jazzszene. Die Protagonisten der Saarländischen Jazzszene sind überregional, ja, international tätig. Man kann Saarbrücken, salopp gesagt, als eine Brutstätte des Jazz bezeichnen. Da gab es eine große Unzufriedenheit damit, dass hiesige Musiker und Musikerinnen an den vergangenen Jazzfestivals in Saarbrücken so wenig beteiligt wurden. Außerdem wollte man kein Festival mehr, da Jazzfestivals überall aus dem Boden schießen und sich gegenseitig Konkurrenz machen. Neue Wege sollten gesucht werden. Man wollte lieber ein kontinuierliches Programm

  • 08.02. um 19:30 Uhr: Christoph Mudrich Trio und Phil Abraham, Breite 63
  • 15.03. um 19:30 Uhr: Susan Weinert Rainbow Trio und Adam Baldych mit Susan Weinert Global Players 4tet, Breite 63
  • 12.04. um 19:30 Uhr: Autochthon und 2+2=3: Wissel_Lytton_Nies, Stadtgalerie Saarbrücken
  • 10.05. um 19:30 Uhr: Deep Schrott und Mahnig – Manderscheid – Sternal – Valk: Pop, Breite 63
  • Weitere Termine: 25.10., 08.11., 06.12.


Auf welche Highlights darf sich das Jazz-affine Publikum freuen?

Jedes Konzert ist ein Highlight. Naheliegend ist auf unser erstes Konzert zu verweisen, bei dem das Christoph-Mudrich-Trio der Band des belgischen Posaunisten Phil Abraham begegnet. Termin ist der 8.2. um 19.30. Spielort die Breite 63 in Malstatt. Der Eintritt ist, wie bei allen Konzerten, frei.

Die Jazz-Szene gestaltet die Konzertreihe aktiv mit und läd Gäste zu den Doppelkonzerten ein, welche Akteure werden denn zusammenkommen?

Die einzelnen Akteure hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Interviews sprengen. Wir werden zweimal im Jahr einen Flyer herausgeben, in dem die Veranstaltungen versammelt sind. Der erste Flyer der „JazzZeit“ ist bereits erschienen und liegt überall aus. Zum Beispiel beim Kultur-Info des Kulturamtes am St. Johanner Markt

Was hat Sie dazu bewegt dieses Projekt als Kurator zu betreuen?

Kuratiert werden die Konzerte ja, wie gesagt, von einzelnen Musikern. Ich bin nur der „Kurator der Kuratoren“. Es war der Wunsch der Jazz-Szene, dass dies jemand macht, der nicht selbst als Musiker involviert ist, sich gleichzeitig aber in dem Metier auskennt. Da ich selbst mit der Saarbrücker Sommermusik ein Musikfestival kuratiere, in dem auch der Jazz eine gewisse Rolle spielt, und bei der Stadt Saarbrücken u.a. zuständig für die Musikförderung bin, lag es nahe, dass ich das mache. Bei der Auswahl ging es mir auch darum, das breite Spektrum nicht nur der Saarbrücker Szene, sondern auch dessen zu präsentieren, was die Jazzmusik ausmacht. Die Zuhörer werden also ganz unterschiedlichen Stilen begegnen. Lassen Sie sich überraschen! Kommen Sie vorbei!

Text: Anna Rissel
Bild: Jos L. Knaepen

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