Subway To Sally

Rückkehr nach fünf Jahren

Subway To Sally aus Potsdam sind seit Jahren eines der wichtigsten Aushängeschilder der deutschen Mittelalter-Metal-Rockszene. Für ihr neues, das 13. Album der Bandgeschichte, haben sich die Musiker um Sänger Eric Fish fünf Jahre Zeit genommen. Mit „Hey“ und seinen 12 Titeln zwischen „Island“ und „Ausgeträumt“ schreibt das Septett an seiner überaus erfolgreichen Bandvita weiter. Gemeinsam mit Eric werfen wir einen Blick hinter die Kulissen.

Ihr seid gerade von der 70.000 Tons Of Metal, der weltgrößten Heavy Metal-Kreuzfahrt zurückgekehrt. Wie war es?

Großartig. Wir waren fünf Tage an Bord, es ging von Miama nach Haiti und zurück. Wir haben zwei Mal gespielt, es waren neben uns auch andere deutsche Bands dabei. Rage mit dem Lingua Mortis Orchestra, Sodom, Accept und viele weitere Szenebands. Party pur ab 11.00h morgens.

Wie habt ihr die letzten fünf Jahre seit dem letzten Album „Mitgift“ verbracht? Gab es eine Auszeit bzw. Soloprojekte?

Nein, es gab keine Auszeit, aber 4/7 von Subway To Sally haben sich lange um das Folkrock-Projekt Bannkreis gekümmert. Und da wir Platten nicht nach Plan machen und mittlerweile auch nicht machen müssen, geniessen wir den Luxus so lange zu warten, bis die grundlegende Idee, in diesem Fall von Gitarrist Ingo Hampf da war und mit „Hey“ umgesetzt wurde. Daher kam es zur Verbindung von Classic Rock, Elektronik und Subway To Sally-DNA. Thematisch dreht es sich um Spaß versus Ernst, Fingerzeig statt Zeigefinger, Zustandsbeschreibungen, die zum Nachdenken anregen sollen.

Die Texte stammen wieder mehrheitlich von Gitarrist Michael Boden. Wie gelingt es Dir Dich damit zu 100% zu identifizieren?

Ja, fast alles ist von Bodenski verfasst worden. Ich habe aber sozusagen das letzte Wort, falls etwas nicht ganz klar ist, kann ich begleitend eingreifen. Bei „Hey“ war immer erst die Musik da, danach kamen die Texte. Aufgenommen wurde in Franken, im Studio unseres Schlagzeugers Simon Michael Schmitt, der auch ein hervorragender Produzent ist. Von der Idee bis zur Fertigstellung der Platte sind dann knapp 1 ¾ Jahre vergangen.

Stichwort Gäste. Haben sie einen entscheidenden Anteil an „HEY“?

Die einzelnen Gäste sind schon lange mit uns befreundet und passen einfach hundertprozentig zum jeweiligen Stück, Chris Harms (Lord Of The Lost) zu „Island“, Dero (Oomph!) zu „Selbstbetrug“ und vor allem Syrah (QNTAL, Estampie), die mit „Am tiefen See“ eine phantastische balladeske Fortsetzung zu „Die Rose im Wasser“ liefert. Es ist also eine musikalische Erweiterung unseres Spektrums, der richtige Gast am richtigen Ort.

Das Artwork präsentiert sich sehr außergewöhnlich, wer ist dafür als Künstler zuständig?

Es handelt sich dabei um Alexander Schlesier, er gehört mittlerweile zu unserem Bandumfeld. Alexander stammt aus der Steampunk-Szene (steampunker.de) und hatte nach den Bränden im Sommer in unserer Region die Idee zu den Aufnahmen. Außerdem hat er uns für die Tournee sehr außergewöhnliche Mikrophonständer gebaut…

Mit den „Eisheilige Nächten“, veranstaltet die Band seit Jahren im Dezember ein äußerst erfolgreiches Festival. Auch 2019?

Ja, diese Festivalreihe in den jeweiligen Städten mit ihren festen Terminen findet auch in diesem Jahr statt. Komplettiert wird das Line Up u.a. durch Fiddler´s Green.

Text: Frank Keil. Bild: PR

Garage, Saarbrücken
Sonntag, 07. April 20 Uhr

HEY! Tour 2019

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