Süden II

Schmidbauer/Pollina/Kälberer

Ab 2010 waren die drei bekannten Künstler als Trio erfolgreich auf Tournee und präsentierten dabei das Album „Süden“. Als Höhepunkt buchten sie im August 2013 zum „Grande Finale“ die Arena von Verona, dieses Abschluss-Konzert vor 10.000 Zuhörern erschien später auch als Live-CD. Dann beschloss man das Projekt ruhen zu lassen und ging wieder eigene Wege. Mittlerweile fand der Dreier für „Süden II“ und eine dazugehörige Tournee erneut zusammen. Auf „Süden II“ präsentiert man 15 Stücke zwischen „Richtung Süden“ bis hin zu „A Jeder, Der Do Moant“ rund um das Genre Pop. Eine Prise Chanson, Folk und bayerisch-italienische Heimat dazu, fertig ist eine besondere musikalische Welt ohne Grenzen, zu der zahlreiche Gäste ihren Bonus beigetragen haben. Persönliche Moment- und Bestandsaufnahmen, in denen sich das Publikum wiederfinden kann. Wir baten Martin Kälberer zum Gespräch über „Süden II“.

Du bist seit 30 Jahren professioneller Musiker, kannst Du uns Deinen Werdegang bitte kurz skizzieren?

Meine Mutter war Musiklehrerin und ich bin daher mit Gitarre und Mandoline aufgewachsen. Später kam Klavierunterricht und ein Jazzstudium in Graz hinzu. Und bis auf meinen Zivildienst habe ich seit meinem 17. Lebensjahr auch nur Musik gemacht und damit meinen Lebensunterhalt verdient.

Vor dem Trio Schmidbauer/Pollina/Kälberer gab es bereits das Duo Schmidbauer/Kälberer. Seit wann tretet ihr zusammen beziehungsweise zu dritt auf?

1993 bin ich Werner Schmidbauer über den Weg gelaufen, 1995 erschien unser erstes gemeinsames Album, seitdem arbeiten wir zusammen. Seit 2010 sind wir mit dem Italiener Pippo Pollina unterwegs, der seit seiner Zusammenarbeit mit Konstatin Wecker in den 1990er Jahren in Deutschland bekannt ist. Den haben wir in Bad Aibling gemeinsam kennengelernt, als er dort ein Konzert gegeben hat. Ihm riss eine Gitarrensaite, Werner zog sie ihm auf, ging auf die Bühne uns spielte ein Lied mit ihm. Der Rest ist Geschichte.

Für „Süden“ gab es also erst Konzerte, dann das Album und 2013 die Tournee mit dem Finale in Verona. Wie lange ruhte Eure Zusammenarbeit und wie kam es zu „Süden II“?

Unsere Wege führten uns nebeneinander her, jeder war mit eigenen Projekten ausgebucht. Aber wir trafen uns einmal im Jahr in Sizilien um an Silvester gemeinsam zu feiern. Um auszuprobieren, ob die musikalische Chemie zwischen uns noch stimmt, haben wir im Sommer 2018 eine kleine „Ritorniamo-Da samma wieder“-Tournee organisiert. Die war komplett ausverkauft. Daraus ist die Lust entstanden, neue Lieder zu schreiben. Im letzten Herbst hatten wir dann eine zweimonatige Komponier- und Aufnahmephase aus der final die 15 aktuellen Stücke hervorgegangen sind. Zwei davon, jeweils eins von Werner und Pippo stammten aus ihrem Repertoire und passten zur Süden-Thematik, der Rest ist gemeinsam in meinem Studio entstanden.

Die „Süden II“-Tournee 2019 mit mehr als 50 Konzerten führt Euch über den Weißwurstäquator hinaus. Es gibt im Norden also auch Trio-Fans?

Absolut und zunehmend. Im Süden hat es zwar noch eine andere Dimension, aber die Resonanz nimmt im Norden zu, die Leute haben förmlich auf „Süden II“ gewartet. Zu dritt sind wir anscheinend auch mehr als die Summe der Einzelteile, auch von der Wirkung auf uns selbst. Wir spielen annähernd 2 ½ Stunden, da sind natürlich auch ältere Stücke und ein paar Titel aus unserem jeweiligen Solo-Repertoire dabei.

Wie steht es aktuell um Deine Solo-Karriere? Ist 2019 mit einer neuen CD zu rechnen?

Ich habe erst im letzten Jahr mit „Baltasound“ eine CD präsentiert. Bis zum Beginn des „Süden II“-Projekts war ich damit auf Tournee und werde diese im Herbst mit der durch Konstantin Wecker bekannten Cellistin Fanny Kammerlander fortsetzen.

Text: Frank Keil. Bild: PR

Congresshalle Saarbrücken

Sonntag, 26. Mai, 19.00 Uhr

www.suedenmusik.de