The Strokes – Keine Enttäuschung

Was war das erste Album von The Strokes so geil! So oft gehört, aber nie mehr erreicht. Auch nicht von The Strokes selbst, die im Laufe der Jahre einige Fans von einst mit ihren teils enttäuschenden Songs verprellt haben dürften. Von daher wird längst jede neue Veröffentlichung der New Yorker mit größtmöglicher Vorsicht angehört.

„The New Abnormal“, ihr sechstes Studioalbum, startet mit „The Adults Are Talking“ – pluckernde Plastikbeats, dazu die typischen Strokes-Gitarren-Melodien und Julian Casablancas‘ unverkennbare Stimme. Ein Song, der einen nicht so wirklich mitnimmt, aber auch nicht verschreckt. „Selfless“ und die Ballade „Not The Same Anymore“ sind gelungen, „Brooklyn Bridge To Chorus“, „Eternal Summer“ und „Why Are Sundays So Depressing“ gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht, „At The Door“ ist öde, „Bad Decisions“ genial und „Ode To The Mets“ ein guter Abschluss.

Kurz: „The New Abnormal“, vom heiligen Rick Rubin (Johnny Cash, Beastie Boys, Slayer) auf Malibu produziert und mit einem Artwork von Jean-Michel Basquiat versehen, ist auch ohne das alte The Strokes-Feuer ein versöhnlich stimmendes Album.

Text: Kai Florian Becker Bild: RCA

The Strokes „The New Abnormal“ (Sony Music)
www.thestrokes.com