art KARLSRUHE 2019 vom 21. bis 24. Februar

Im Gespräch mit Kurator Ewald Karl Schrade

Seit 2004 begeistert die art KARLSRUHE bietet die Kunstmesse über 100 Jahren Kunstgeschichte eine Ausstellungsplattform. Von der klassischen Moderne bis hin zur Gegenwartskunst zeigen zahlreiche Aussteller und Galerien Werke ihrer Künstler. Mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen und spannenden One-Artist-Shows ist bei der Messe für jeden etwas dabei.

Herr Schrade, die art KARLSRUHE bietet auch in diesem Jahr wieder über 200 Galerien aus 16 Ländern eine Plattform der Präsentation und das mit Werken von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Was erwartet die Besucher auf der 16. art KARLSRUHE?

Wir haben 208 Galeristen aus 16 Ländern eingeladen, nach Karlsruhe zu kommen, darunter 35 Neuaussteller, etwa Johann König (Berlin), die Galerie Klüser (München) und Alexander Ochs (Berlin). Es ist uns gelungen, sämtliche Kunstrichtungen des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart berücksichtigen zu können, so dass die Messe-Besucher nichts vermissen werden. Obendrein ist es mir möglich, dank der vier Hallen eine überaus lebendige Kunstlandschaft entstehen zu lassen, die sich durch eine unverwechselbare Mischung auszeichnen wird.

Kurator Ewald Karl Schrade // Bild: KMK Heidi Offterdinger

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die art KARLSRUHE zu gründen?

Durch meine langjährige Erfahrung als Galerist, war das Interesse meinerseits Kunst zu verbreiten und ihr eine Plattform zu bieten natürlich immer da. Zusammen mit der Messe Karlsruhe habe ich dann 2003 die art KARLSRUHE gegründet und ein Konzept für die Messe entwickelt.

Sie sind von Anbeginn mit dabei, wie würden Sie sagen hat sich Messe im Laufe der Zeit verändert?

Das damals von mir entwickelte Konzept der Messe blieb über die Jahre erhalten. Die Einmaligkeit des Konzeptes zeichnete sich von Anfang an durch die One-Artist-Shows und die raumgebenden Skulpturenplätze aus. Dieses wurde nach und nach nur ein wenig verfeinert, zum Beispiel in Sachen Qualität und der Dimension. Bis heute erfreut sich die art KARLSRUHE großer Beliebtheit und ist eine der drei großen Kunstmessen im deutschsprachigen Raum.

Wie viele Besucher hat die Messe im Durchschnitt und werden viele Verkäufe getätigt?

Jährlich reisen rund 50.000 Kunstliebhaber nach Karlsruhe, um die Messe zu besuchen. Das große Interesse der Besucher und die guten Umsätze der Galeristen zahlten darauf ein, dass sich die Messe so positiv entwickeln und positionieren konnte. Dass zahlreiche Galeristen, die von Anfang an dabei sind, auch 2019 teilnehmen werden, ist nicht nur ein Zeichen hoher Loyalität, sondern eben zudem ein Hinweis auf den wirtschaftlichen Erfolg der Messe.

Ein Highlight wird sicherlich die Preisverleihung des art KARLSRUHE-Preises am 23.02.19 um 11:30 Uhr sein, was können Sie schon jetzt über die nominierten One-Artist-Shows sagen?

Es freut mich persönlich sehr, dass die One-Artist-Shows, die ihren Ursprung bereits im Grundkonzept der Messe hatten, sich solch großer Beliebtheit erfreuen. In diesem Jahr zeigen wir allein 196 One-Artist-Shows, die auch automatisch für den art KARLSRUHE-Preis nominiert sind, der bereits zum 12. Mal verliehen wird. Dieser wird von einer Fachjury ausgewählt und gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe vergeben. Auch die vom Preisgeld angekauften Arbeiten bleiben im kulturellen Gedächtnis der Stadt, da diese in die art KARLSRUHE-Collection gehen, welche in der Städtischen Galerie beheimatet ist.

Die art KARLSRUHE setzt sich besonders für das private Sammeln ein, daher zeigen Sie ja auch immer eine Sonderausstellung, wie dieses Jahr von Herrn Peter C. Ruppert. Was macht diese Sammlung so besonders?

Natürlich ist es kein Zufall, dass wir den Berliner Sammler Peter C. Ruppert, dessen Sammlung seit langem im Museum im Kulturspeicher in Würzburg beheimatet ist, eingeladen haben, 2019 mit ausgewählten Werken die traditionelle Sonderausstellung der art KARLSRUHE zu gestalten. Ruppert hat sich immer für die Werke der Konkreten Kunst begeistert. Und das bevorstehende Bauhaus-Jubiläum führt landauf und landab dazu, dass Bilder und Skulpturen konstruktiver Herkunft neu in die Wahrnehmung genommen werden. So auch auf der diesjährigen art KARLSRUHE.

Sie inszenieren erneut die Sonderschau Druckgrafike, auf welche Grafiken dürfen sich die Besucher besonders freuen? Haben Sie ein Lieblingsstück?

Die Bandbreite der gezeigten Werke ist groß, von Warhol bis Picasso. Ebenso wie die Preisspanne, die zwischen circa 250 bis 45.000 Euro liegt. Insgesamt werden rund 100 exzellente Arbeiten gezeigt. Für mich persönlich gibt es da kein einzelnes Lieblingsstück, sondern die Gesamtpräsentation, die aus den hervorragenden Werken entsteht, ist mein Favorit. Für die jeweiligen Lieblingsstücke sollen sich die Käufer entscheiden.

Am 23.02. bietet das Saarländische Künstlerhaus eine Tagesfahrt an!

Akteure aus der Großregion auf der artKARLSRUHE: SaarART – HBK Saar, Saarländisches Künstlerhaus, Stadtgalerie Saarbrücken und KuBa Kulturzentrum am Eurobahnhof e.V.

Galerienliste aus der Großregion: galerie m beck aus Homburg / Saar Galerie Clairefontaine Luxembourg, Galerie Pascale Froessel Strasbourg, Galerie Neuheisel GmbH Saarbrücke

Text: Anna Rissel
Bild: Jürgen Rösner

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