Bob Mould – Noch nicht fertig

Dies sei „the catchiest batch of protest songs I’ve ever written in one sitting”, sagt Bob Mould über sein neuestes Album „Blue Hearts“. Aufgenommen hat es der Wahlberliner in Steve Albinis berühmtem Electrical Audio in Chicago. Es ist nach diversen Alben mit seinen früheren Bands Hüsker Dü und Sugar auch schon sein 14. Solowerk.

Die besagten eingängigen Protestsongs sind unterschiedlicher stilistischer Natur. Nach der Akustikballade „Heart On My Sleeve“ stöpselt Mould die E-Gitarre ein und legt richtig los: In den Krachern „Next Generation“, „American“ und „Fireball“, die trotz aller Härte auch eine satte Ladung Melodie mitbekommen haben, sind seine Punkrock-Wurzeln unüberhörbar. Da darf er mit dem Midtempo-Song „Forecast Of Rain“ auch mal durchatmen. Wobei er dann gleich wieder Vollgas gibt. Nein, Mould hat auch mit 59 Jahren noch nicht genug und ist wohl noch längst nicht am Ende seines kreativen Schaffens angelangt. Gut so, denn „Blue Hearts“ ist großartig.

Text: Kai Florian Becker Bild: Merge

Bob Mould „Blue Hearts“ (Cargo)
bobmould.com