Che Sudaka

Che Sudaka – Mestizo-Schmelztiegel

Published On März 14, 2018 | By redaktion | Magazin

Mano Negra, Les Négresses Vertes, Manu Chao: Die illustre Liste der Vorreiter, die stilistische Vergleiche zu Che Sudaka zulassen, ist unverkennbar. Das südamerikanische Quartett mit Wahlheimat in Barcelona hat seit der Bandgründung 2002 die Revolution zurück auf die weltweiten Bühnen gebracht. Die Auswahl ihrer internationalen Festivalauftritte ist beeindruckend. Und derzeit sind sie wieder einmal in Europa auf Tournee. Im Gepäck das aktuelle Album „Almas Rebeldes“. Ihren begeisternden Auftritt in Erlangen nutzten wir zum anschliessenden Gespräch mit dem Kolumbianer Sergio (Gesang/Akkordeon/Keyboards), der das Trio aus drei Argentiniern (Kacha, Leo & Jota) vervollständigt.

Um das Jahr 2000 als illegale Einwanderer nach Spanien gekommen, seid ihr ab 2002 durch die harte Schule der Straßenmusik gegangen. Im Line Up gab es viele Veränderungen, was blieb waren die Einflüsse aus aller Welt?
Ja, der Schmelztiegel aus Ska, Reggae, Punk, Rock, HipHop und Latino-Stilen wie Cumbia. Daraus kreieren wir diese unverkennbare Mischung, tanzbar und euphorisierend, die man aktuell auch auf unserem neunten Album hören kann.

Preis: EUR 15,99
Euch eilt der Ruf einer druckvollen Liveband voraus, den ihr heute erneut mit Nachdruck unterstrichen habt. Aber nicht nur der energiegeladenen Musik, sondern vor allem den Texten kommt eine große Bedeutung zu, oder?
Die Texte sind das Wichtigste für uns! Die Musik ist dazu da, unsere Botschaft zu transportieren. Die aussagestarken und sozialkritischen Texte, mit denen wir gegen kulturelle, ideologische und physische Grenzen antreten, hat die Band zum Aushängeschild einer Lebenseinstellung und kulturellen Gegenbewegung gemacht. Musik & Texte sind für uns das Mittel im Kampf für eine solidarische Gesellschaft, eine kollektive ´la familia´.

Kommen wir auf das Album „Almas Rebeldes“ zu sprechen. Noch nie hattet ihr soviele Gäste auf einer CD, darunter so illustre Namen wie Dr. Ring Ding, Manu Chao und Amparo Sanchez. War es schwierig, die 15 Stücke in einem vorgegebenen Zeitrahmen aufzunehmen?
Diese rebellischen Songs treffen auch den Nerv vieler Künstler, die mit uns befreundet sind. Daher hatten wir eine tolle Zeit in unserem eigenen Studio in der Umgebung von Barcelona. Und alle, die nicht vorbeischauen konnten, haben uns einfach ihre Gesangsspuren zugeschickt. Insgesamt ist „Almas Rebeldes“ eine Art Geschichtsbuch unserer Karrriere, es gibt älteres Material in neuer Version und neue, kraftvolle Titel in Kombination zu hören. Ich denke, die Energie unserer Live-Shows ist dieses Mal 1:1 im Che Sudaka-Stil wiedergegeben.

Seit einigen Jahren betreibt ihr mit Cavernicola Records auch Euer eigenes Label. Auch da steckt viel Arbeit, Kreativität und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten drin. Lohnt es sich?
Auf jeden Fall, denn es gibt uns die Möglichkeit unabhängig und aufrecht weiterzugehen. Unsere Crew ist nicht sehr groß, wir haben mit Rogue von Agents 4 Music einen kongenialen Partner in Sachen Booking & Management. Aber klar, was damals linkspolitisch und gesellschaftskritisch auf der Straße begann, ist heute zu einem Vollzeitjob geworden.

Wie wichtig sind Euch dabei die Fans, denn ihr werdet auf der Bühne nicht müde, eine Einheit aus Band & Gästen zu beschwören?
Die rasenden Drums, fetten Gitarren, treibenden Bass-Lines und Synthie-Samples funktionieren nur, wenn Che Sudaka & ihre ´la familia´ eine Einheit bilden. Wir lieben es um die Welt zu reisen, Ideen und Inspirationen zu sammeln, Menschen zu treffen. Das ist unkonventioneller Anti-Mainstream und verkörpert auch zukünftig unsere Lebensphilosophie.

Text: Frank Keil. Bild: PR

Information!
Koblenz/Café Hahn
Mittwoch, 07. März, 20.30 Uhr
chesudaka.com

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