Ameisen

Compliance?!

Compliance beschreibt die Einhaltung der rechtlichen/gesetzlichen Regeln sowie die Beachtung von Ethik und Intregrität. Dem Deutschen ist der Begriff der Compliance auch nicht unbekannt, so spricht man doch auch vom „ehrbaren Kaufmann“. Die Vorfälle aus jüngster Zeit zeigen, dass eine Unternehmensführung mehr als Gewinnzahlen am Ende des Bilanzjahres vorzuweisen haben sollte. Zwar haben diese Unternehmen, die negativ und auch strafrechtlich relevant in Erscheinung getreten sind alle Ethik und Compliance Richtlinien – doch gelebt wurden diese offensichtlich nicht.

Schulungen

Nach den Skandalen beginnen viele Unternehmen nun flächendeckend mit Compliance-Schulungen.Es ist auch Aufgabe der jeweiligen Arbeitnehmervertretung die Einhaltung der Regeltreue im Unternehmen (Compliance) unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility) mit zu überwachen. 

Denn um es mit den Wortes des römischen Kaisers Macus Aurelius zu sagen: „Oft tut auch der Unrecht der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbieter, wenn er kann, der befiehlt es.“

Regeln für den Betrieb

Gerade die fortschreitende Digitalisierung und Ausweitung des Kreises der Verantwortlichen macht es zwingend erforderlich, dass es klare Regeln im Betrieb gibt, welche nach bestimmten Vorgaben unter Berücksichtigung des Datenschutzes regelmäßig intern überprüft werden müssen (interne Revision). Das Arbeitsrecht ist ein Teil der Compliance und eine sehr wichtige Schnittstelle, denn es ermöglicht Verstöße gegen Regeln frühzeitig zu erkennen.

Über die Autorin:

Maria Dimartino ist Rechtsanwältin mit Interessenschwerpunkten Arbeitsrecht und Beschäftigtendatenschutz. Sie ist als Rechtsanwältin und Referentin bundesweit tätig. Mehr unter: www.jurvita.de