Das sensationelle TV Serienspecial – Dauerstress

Published On Oktober 18, 2017 | By Javad | TV

Das Verhältnis zwischen Elizabeth Keen (Megan Boone) und Raymond Redington, gespielt vom großartigen James Spader, ist in der vierten Staffel von „The Blacklist“ (Sony Pictures) angespannter denn je. Keen traut ihrem Mentor nicht mehr über den Weg. Der wiederum will nicht mehr Mr. Kaplan (Susan Blommaert), Redingtons „Kümmerin“, sein Vertrauen schenken. Sie hatte am Ende der dritten Staffel Elizabeth Keen und dem Vater ihres Kindes, Tom Keen (Ryan Eggold), geholfen, Elizabeths Tod vorzutäuschen und gemeinsam mit ihrem Baby im Ausland unterzutauchen. Was eigentlich ein weiser Plan war ob der Bedrohung durch ihren vermeintlichen Vater Alexander Kirk alias Konstantin Rostov (Ulrich Thomsen). Der will mit aller Macht endlich seine Tochter und seine Enkelin kennenlernen.

Die Handlung der von Jon Bokenkamp ersonnenen Serie „The Blacklist“ bleibt komplex; die Hauptcharaktere sind im Dauerstress – und auch der Zuschauer ist es (im positiven Sinne). Zum einen ist einem nie so ganz klar, welche Beweggründe wirklich hinter Redingtons Handeln stecken. Zum anderen ist alles miteinander verknüpft. Bokenkamp gelingt es, die Zuschauer bei der Stange zu halten, ohne sie restlos zu überfordern oder mit Langeweile davonzutreiben.

Zu gern wüsste man aber, woher Redington immer seine Informationen bezieht und wie er es schafft, trotz diverser Rückschläge, nie aufzugeben oder von seinem Masterplan abzukommen – wie auch immer der aussehen mag.

Unter Beschuss stehen auch „The Defenders“ (Netflix) aus dem Hause Marvel. Die Serie ist seit August bei Netflix zu sehen. Die Hauptcharaktere der vier Serien „Daredevil“ (großartig), „Jessica Jones“ (genial), „Luke Cage“ (gut) und „Iron Fist“ (mau) kämpfen diesmal Seite an Seite. Der blinde Anwalt Matt Murdock alias Daredevil (Charlie Cox), der über ein ausgeprägtes Gehör und Martial Arts-Fähigkeiten verfügt, die misanthropische, saufende Ex-Superheldin-nun-Detektivin Jessica Jones (Krysten Ritter), Luke Cage (Mike Colter) mit seiner unmenschlichen Kraft und unzerstörbaren Haut und der millionenschwere buddhistische Mönch und Martial Arts-Experte Danny Rand mit seiner Iron Fist (Finn Jones) kämpfen für das Wohl von New York City. Ihr Gegner dürfte den Fans der Marvel-Comics und -Serien nicht unbekannt sein: die bestens vernetzte Verbrecherorganisation Die Hand. Deren Anführerin Alexandra wird von der einmal mehr beeindruckenden Sigounery Weaver gespielt, und ihre gefährlichste Kämpferin Elektra Natchios (Élodie Yung) spielte schon in den beiden „Daredevil“-Staffeln eine nicht unwesentliche Rolle. Die zumeist kritischen Marvel-Fans dürften von „The Defenders“ keineswegs so enttäuscht werden wie von „Iron Fist“.

Text: Peter Parker

Bilder: Sony Pictures, Netflix

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