gesunder sex

#GESUNDESEXUALITÄT Fifty shades of you

Published On März 1, 2017 | By redaktion | Magazin

Im letzen Monat erschien der zweite Teil von Fifty shades of Grey in Deutschland und zieht seither eine große Zahl an Besuchern in die Kinos. Seit vor 6 Jahren die Bestseller-Romane von E. L. James veröffentlicht wurden, fühlen sich viele Menschen von der knisternden Erotik zügelloser Leidenschaft und den frivolen Einblicken in BDSM-Praktiken angezogen. BDSM steht für „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ und beinhaltet eine sehr hohe Variabilität an sexuellen Vorlieben, Spielen und Praktiken, welche alle damit zu tun haben, dass sich die Beteiligten freiwillig aus ihrer Gleichberechtigung in ein Machtgefälle begeben und diesem sexuellen Ausdruck verleihen.

Für viele kommt überhaupt nicht in Frage umzusetzen, was Christian Grey da mit Anastasia Steele anstellt, bzw. sie mit sich anstellen lässt – zum BDSM gehören immer (mindestens) zwei. Nichts desto trotz wird durch Fifty shades of Grey ein wichtiges Thema offenbar: Menschen aller Gesellschaftsschichten sehnen sich nach einem enthemmteren Ausdruck in der Sexualität, deshalb üben die Filme und Bücher solch eine Faszination aus.

Dabei zeigt sich aber auch das Problem, dass die meisten Leute überhaupt keine Ahnung haben, wie sie ihre Sexualität aufpimpen können. Deshalb führen beispielsweise was wir in Pornos zu sehen bekommen, die nahezu erreichte Salonfähigkeit von Swingerclubs und nun auch Fifty shades of Grey nur allzu schnell zu sehr extremen Ideen und Vorstellungen, welche ein sehr einseitiges Bild von sexueller Entfaltung zeigen – der Untertitel des derzeitigen Filmes spricht für sich: „Gefährliche Liebe“. Hierin finden sich aber tatsächlich nur wenige wirklich wieder und andere, die sich mutig trauen, empfinden das Ganze dann als alles andere als erfüllend. Zurück bleibt ein fahler Nachgeschmack und ein Gefühl von „Ich bin langweilig im Bett“.

Sexuelle Erfüllung und Hemmungslosigkeit benötigen nicht notwendigerweise Dominanz, Unterwerfung, Schmerz, dritte oder wechselnde Partner. Sexuelle Spielarten können so vielseitig sein, wie sie sein wollen. Die erste Hürde, die besteht, wenn es um die Erforschung und letztlich ums Ausleben von deiner individuellen gesunden Sexualität geht, ist die Kommunikation mit deinem Partner oder einem Vertrauten. Frage dich, was dich so richtig anmachen würde, finde heraus, was du magst und experimentiere in deinem Tempo in alle denkbaren Richtungen. Löse dich dabei von Vorlagen und nutze sie höchstens als Inspiration. Vertraue viel eher deinen Phantasien und eigenen Gelüsten. Finde deine ganz eigenen 50 Schattierungen der Lust und erinnere dich daran, dass diese nicht nur aus Schattenseiten bestehen müssen.

Wenn du Fragen zu deinem Weg hin zu #GesunderSexualität hast oder dich bestimmte Themen rund um Sex oder Masturbation besonders interessieren, dann schreib eine Mail mit dem Betreff #GesundeSexualität an kontakt@beziehungs-entfaltung.de und ich beantworte deine Fragen gern. Möglicherweise ist dein Thema so spannend, so dass es sich (selbstverständlich anonymisiert) in der nächsten Ausgabe wieder findet.

Dr. Rouven Gehr ist Kulturanthropologe und arbeitet als Paartherapeut und Sexological Bodyworker in der Beziehungsschule Saarbrücken. Potentialentfaltung und Erfüllung in Beziehung, Persönlichkeit und Sexualität. www.beziehungs-entfaltung.de
www.facebook.com/beziehungsmanagement/

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