Revolverheld – Unfassbar viel zusammen erlebt

Published On Mai 24, 2018 | By redaktion | Magazin

Das Hamburger Quartett ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Pop-/Rock-Bands. Dank eingängigem Songmaterial und einem heterogenen Fankreis haben sich Revolverheld seit 2002 ganz nach oben gespielt. Zwischen 2003 und 2015 erhielten sie dafür zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter den MTV Europe Music Award und den ECHO Pop. Mit ihrem fünften Studioalbum „Zimmer mit Blick“ (Sony Music) treten sie jetzt erneut ins Rampenlicht. Eigentlich wollten Johannes Strate (Gitarre, Gesang), Kristoffer Hünecke (Gitarre, Gesang), Niels Christian Hansen (Gitarre, Gesang) und unser Gesprächspartner Jakob Sinn (Schlagzeug) nach dem ausverkauften Abschlusskonzert der MTV Unplugged in drei Akten“-Tour in der Hamburger Barclaycard Arena am 26. November 2016 ein Jahr Auszeit nehmen, doch es kam anders. Aber lest selbst.

Zuerst Manga, später Tsunamikiller, dann ab Ende 2004 Revolverheld. Du bist als Gründungsmitglied von Anfang an dabei. Auf welchen Einflüssen basiert Euer deutschsprachiger Pop-Rock?
Wir haben alle viel Grunge und Alternative Rock gehört. Bands wie Pearl Jam, Stone Temple Pilots oder Nirvana haben uns motiviert eigene Songs zu schreiben, genauso wie deutsche Bands Marke Selig und Nationalgalerie. Ich persönlich bin auch großer Udo Lindenberg-Fan. Und in unserer Muttersprache können wir einfach authentischer erzählen.

Ab wann wurde Revolverheld zu einem Vollzeit-Job mit dem alle Bandmitglieder ihren Lebensunterhalt bestreiten können?
Wir haben als Freunde Revolverheld gegründet. Klar, am Anfang hatten alle noch Nebenjobs, aber seit dem Debüt „Revolverheld“ aus dem Jahr 2005 war es möglich, uns ganz auf die Musik zu konzentrieren. Dafür haben wir aber auch kaum Pausen eingelegt.

Preis: EUR 11,99
An welche Meilensteine Eurer Karriere denkst Du besonders gerne zurück?
An das Debüt, die erste Tour als Support für Die Happy, den ersten Auftritt beim Bundesvision Songcontest (2. Platz) und das erste Mal bei Rock am Ring mit Korn und Velvet Revolver. Aber auch an ein Open Air-Konzert vor dem Brandenburger Tor sowie die China-Tournee anlässlich der dortigen Expo 2010.

Wie schwer war es für Euch sich nach den legendären Shows der „MTV Unplugged in drei Akten“-Tournee sich für neue Aufnahmen zu motivieren? Das Album war ja auch das bisher erfolgreichste der Band.
Gar nicht so schwer. Nach einem Monat Pause hatten wir schon wieder Lust Musik zu machen, wir hatten ja fünf Jahre nicht an neuen Songs gearbeitet. Aber unfassbar viel zusammen erlebt. Zunächst haben sich Johannes und Kris, unsere beiden Songwriter getroffen und an neuen, modernen Ideen gefeilt. Mit einem stabilen Songfundament ging es dann als Band und mit unserem langjährigen Produzenten Philipp Steinke auf die Insel Föhr, wo „Zimmer mit Blick“ entstand.

Was zeichnet die Texte und die Musik im Vergleich zu den vier vorausgegangenen Studioalben aus?
Die 12 neuen Titel zwischen „Immer noch fühlen“ bis hin zu „Zimmer mit Blick“ sind deutlich elektronischer geworden als bisherige Aufnahmen, wir sind weiter denn je von unserem gewohnten Sound entfernt. Auch unsere Persönlichkeiten haben sich verändert, daher sind auch die Texte reifer, erwachsener geworden, aber es geht immer noch um authentische Geschichten mitten aus den Leben. So wie bei der ersten Single „Immer Noch Fühlen“ über prägende Momente. Live sind dann ein Keyboarder und ein Bassist dabei, die zum Revlverheld-Team gehören und den Sound mitgestalten.

Im Mai gehen Revolverheld auf eine Clubtour in für Eure Verhältnisse kleine Locations, warum diese ´back tot he roots´-Haltung?
Wir gehen dorthin, wo alles angefangen hat. Die zehn exklusiven Shows werden etwas ganz Besonderes sein und enden mit dem Auftritt in Kaiserslautern. Da geht es um Nähe und Intimität, die wir bei den großen Festivals, die es ab Ende Mai auch gibt, einfach nicht mehr haben.

Im Mai 2014 seid ihr bei der Energiewende-Demo in Berlin aufgetreten, engagiert Ihr Euch auch sonst in Sachen Gesellschaft & Politik, nachdem Ihr so viele Zuhörer/Zuschauer auf unterschiedlichsten Wegen erreicht?
Wir machen Musik für uns selbst und die Fans. Immer öfter auch gesellschaftskritisch, mit Haltung. Wir sind uns unserer Verantwortung als öffentliche Personen bewusst. Und auch wenn wir nicht immer Antworten haben, können wir durch Unterstützung von Projekten wie z.B. Viva Con Agua oder der SOS Kinderdörfer Zeichen setzen.

Text: Frank Keil Bild: Sony Music, Benedikt Schnermann

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revolverheld.de

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