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A Beautiful Day – Brillanter Joaquin Phoenix

Als „Taxi Driver des 21. Jahrhunderts“ wurde Lynne Ramsays Filmadaption des 2013 als Buch veröffentlichten Romans von Jonathan Ames bezeichnet. Das ist ein großes Lob für diesen Film, in dem ein brillanter Joaquin Phoenix – diesmal etwas fülliger, muskulöser und mit grau-meliertem Vollbart – den brutalen Auftragsarbeiter Joe verkörpert.

Warum der Film „A Beautiful Day“ heißt, wird erst am Ende aufgelöst. Bis dahin zeigt die schottische Regisseurin in ruhigen Bildern schockierende Brutalität und einen Protagonisten, den seine Vergangenheit einfach nicht loslassen will. Zudem läuft sein neuer Auftrag alles andere als erwartet, stellt sein Leben auf den Kopf und bringt ihn an den Rand zum Selbstmord.

Die positive Kritik, die Ramsay für „A Beautiful Day“ einheimsen konnte, ist zweifelsohne gerechtfertigt. Ihr Psycho-Drama ist von der ersten Sekunde an fesselnd. Dazu trägt auch der Soundtrack von Jonny Greenwood (Radiohead) bei, der mit Synthesizern und Beats die düstere Stimmung der Handlung auf die nächsthöhere Ebene hebt.

Text: Peter Parker Bild: Constantin Film