Atelier des Lumière in Paris – Van Gogh erwacht zum Leben

Ein Museum wie aus der Zukunft

Das Atelier des Lumières ist ein Museum das mit seinem Auftreten die Besucher staunen lässt. Die übliche Vorstellung eines Museums wird in Paris zur Vergangenheit. Als erstes digitales Kunstzentrum in Paris, erscheint die ehemalige Gießerei aus dem 19. Jahrhundert mit einem ganz neuen Konzept. Die alte Eisengießerei der Familie Plichon wird zum Standort von Kunstausstellungen der besonderen Art. Mit einer Digitalisierung der Kunstwerke wirkt die Ausstellung auf die Besucher wie eine Zauber. Die Besonderheit des Museums wird zusätzlich mit musikalischer Begleitung der Ausstellungen hervorgehoben. Auch der industrielle Charakter der ehemaligen Eisengießerei ist mit dem Schornstein, Trockenturm und vielen Metallelementen noch beibehalten. Das Zusammenspiel der monumentalen Architektur, der Digitalisierung und den Kunstwerken lässt in eine Kunstwelt voller Geschichte und Innovation eintauchen. Seit der Eröffnung im April 2018 ist das Atelier des Lumières der Ort für digitale Revolution in der Kunst.
In zwei Projektionsräumen erwartet die Kunstliebhaber eine Reise in die digitale Kunstlandschaft. Die Halle ist der Ort in dem das große Programm abläuft und das Studio ist der Gastgeber für spektakuläre Bilder, in der die visuelle Kraft des Kosmos projiziert wird. Mit einer gesamt Projektionsfläche von 3300 m², in der die zehn Meter hohen Wände und der Boden auch als Ausstellungsfläche verwendet werden, ist der Besucher zu den Kunstwerken so nah wie noch nie. Um das Erlebnis so real wie möglich zu gestalten sind 140 Videoprojektoren und 50 Lautsprecher im Einsatz. Das Atelier des Lichtes setzt die Technik von heute explizit ein, um Kunstwerke zu beleben. Somit ist das Museum ein Treffpunkt für Alt und Jung, sowie für Innovation und Vergangenheit.

Aktuelle Ausstellung: „Van Gogh – Die Sternennacht“

Die neue digitale Ausstellung ist vom 22. Februar bis zum 31. Dezember dem niederländischen Künstler Vincent van Gogh gewidmet. Der 1853 geborene Künstler hat in seinem Leben einige Höhen und Tiefen gehabt, dass in seinen Gemälden und Zeichnungen deutlich widergespiegelt ist. Vincent van Gogh, der zu Lebzeiten nicht als Genie anerkannte Künstler, veränderte die Geschichte der Malerei. Sein Leben war schon in jungen Jahren von Kunst geprägt, weshalb er sich auch an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Brüssel eingeschrieben hatte. In seinen letzten 10 Lebensjahren hat er 2000 Kunstwerke angefertigt und der Welt hinterlassen, die die Inspirationsquelle für den Fauvismus und Expressionismus sind. Den Besuchern wird die Chance gegeben im Atelier des Lumiéres, im Rahmen des großen Programms, die Lebensstationen von Von Gogh anhand der projizierten Kunstwerke zu durchlaufen. Die visuelle und musikalische Innovation im Museum bringt den Gästen die Emotion der Kunstwerke und des Künstlers näher.Die Ausstellung ist als thematischer Rundgang aufgebaut, somit machen die Besucher eine Reise durch Von Goghs Leben. Seine einzelnen Werke werden in überdimensionaler Größe zum Vorschein gebracht. Auf diese Weise wirken die einzelnen Pinselstriche und Farbtöne wie ein Traum über die Innenwelt des Künstlers. Seien es die Werke Sonnenblume(1888), die Sternennacht (1898) oder das Schlafzimmer in Arles (1889), alle Werke erzählen etwas über das Leben von Vincent von Gogh, man muss nur genauer hingucken.

Um Von Gogh besser zu verstehen, ist zusätzlich ein kurzes Programm vorhanden: „Japanischer Traum – Bilder der schwebenden Welt“. Danny Rose präsentiert imaginäre japanische Kulissen, um die Faszination von Von Gogh den Besuchern zu übermitteln. Seine Kunstwerke sind von japanischer Kunst beeinflusst, das mit dem kurzen Programm hervorgehoben wird. Das Atelier des Lumières zeigt, dass ein Museum nicht nur Kunstwerke zeigt, sondern die emotionale Welt eines Menschen anhand von Lichtern und Musik aus der Vergangenheit in die Gegenwart ruft.

Text: Redaktion | Foto: Culturespaces – E. Spiller

www.atelier-lumieres.com