Faratuben – Zwischen Aarhus und Bamako

Global-Pop aus dem Norden. „Sira Kura“ ist das Debütalbum der dänisch-malischen Band Faratuben. Im Rahmen eines studentischen Austauschprogramms reisten drei Musiker aus Aarhus nach Mali und kamen dort mit der traditionellen Bwa- und Bobo-Musik in Berührung. Begeistert von diesem dynamischen Sound formierten sie für einen Auftritt beim Bamako Jazz Festival ein Bandprojekt, aus dem kurze Zeit später die feste Formation Faratuben wurde. Das Oktett um Sänger Sory Dao nahm folgerichtig das Debüt „Sira Kura“ im Studio Bogolan/Bameko auf. Die insgesamt 12 Stücke auf CD/Do-LP bieten niveauvollen Afrobeat voller überwältigender Virtuosität und komplexem Songwriting. Als „eine moderne Mischung aus 10CC und Osibisa“ benennt es Keyboarder Mikas Bogh. Zudem verstehen sich Faratuben als gleichberechtigte Gemeinschaft, die in einem Dorf in den Bergen oberhalb von Bamako zusammenlebt und zusammenarbeitet. Inzwischen hat sich die Band auch in Skandinavien eine treue Fangemeinde erspielt und den Danish Music Award für das beste Global-Pop-Album erhalten.

Text: Frank Keil Bild: PR