Friuli Venezia Giulia – Für Kulturreisende

Friaul-Julisch Venetien ist der beste Beweis dafür, dass Italien immer wieder neue Überraschungen bietet. Die Region im Nordosten verzaubert ihre Besucher mit unvergesslichen Erlebnissen. Fragen sie nach der FVG Card, ihrem Pass zur Entdeckungsreise.

Triest

Triest ist mit seinen knapp 206.000 Einwohnern die Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien. Die Hafen- und Universitätsstadt liegt im schmalen Landstrich zwischen der Adriaküste und dem Karst an der Grenze zu Slowenien. Im Bild der Stadt (mittelalterliche Altstadt und ein klassizistisches österreichisches Viertel) vereinen sich Einflüsse aus Italien, Österreich-Ungarn und Slowenien. Als ein wichtiger Forschungsstandort in Europa kann der multikulturelle und religiöse Schmelztiegel (u.a. mit griechisch-orthodoxer Kirche, serbisch- orthodoxer Kirche, Synagoge) mit hochkarätigen Sehenswürdigkeiten punkten. Wer nicht alleine auf Entdeckungsreise gehen mag, kann über den Trieste Infopoint eine geführte Besichtigung buchen. Sehr zu empfehlen, in meinem Fall hat mich der versierte Stadtführer Herr Bernardo Ivancich begleitet. Sehenswert sind vor allem die Piazza Unità d´Italia, einer der größten Stadtplätze Italiens (1) mit dem bekannten Caffè degli Speccchi, das berühmte Caffè Tommaseo, der Canal Grande mit der Kirche San Spiridone, das Postmuseum, die Statuen der Literaten Saba, Svevo und Joyce. Weiterhin das interaktive Wissenschaftsmuseum, die römische Ausgrabungsstätte San Giusto mit Schloss und Kathedrale, das Museo Revoltella (moderne Kunst), das Teatro Verdi, der Gourmet-Tempel Eataly, sowie der Hafen mit der Kreuzfahrtschiff-Anlegestelle. Und am Stadtrand der tolle Siegesleuchtturm Faro della Vittoria (2) und die interessante Wallfahrtskirche Monte Grisa auf 330m Höhe.

www.promotrieste.it

Grado

Während der Fahrt nach Grado kommt man an einer Vielzahl von Landschaften (Karst mit Grotta Giganta, kulinarischen Höhepunkte wie Wein, Trüffel, Olivenöl & Schinken) und Sehenswürdigkeiten vorbei (u.a. Schloss Miramare, Meeresschutzgebiet Miramare, Rilke-Weg, Naturschutzgebiet Klippen von Duino, Stella/Isonzo). Grado, auch als Insel der Sonne bekannt (3), war schon zu Zeiten der k. u. k. Monarchie als Thermalbad und Entspannungsort beliebt. Die Stadt punktet mit Naturschönheiten der Lagune, Marinas, Stränden, Thermen mit Thermalwasserpark und vielfältigen Gastronomie- und Unterkunftsmöglichkeiten. Unser Tipp: Unweit der sehenswerten Altstadt im venezianischen Stil mit ihren engen und reizvollen Gassen und Calli und vom Strand befindet sich das Hotel Fonzari. Als Mitglied der Gallerini Hotels bietet die unterschiedlichen Zimmerkategorien jeden erdenklichen Komfort und auch in Sachen Wellness, reichhhaltigem Frühstücksbuffet, hauseigener Garage u.s.w. bleiben keine Wünsche offen. (www.hotelfonzari.com) Wollen sie Grado mit einer Stadtführung entdecken, empfehle ich im Grado Infopoint nach der sympathischen Frau Patrizia Crespi zu fragen, mit der sich die Entdeckungsreise durch die Altstadt lohnt. www.grado.info

Aquileia – UNESCO Welterbe-Stätte seit 1998

Einst Metropole des Römischen Reichs (die Stadt entstand 1818 v. Chr. als Brückenkopf für die Eroberung des Donauraums) ist Aquileia heute von zahlreichen Sehenswürdigkeiten geprägt. Dazu zählen das Nationalmuseum für das Frühchristentum, das Nationalmuseum für Archäologie mit einer Galerie der Inschriftsteine, die Basilika Santa Maria Assunta (4) an der historischen Piazza Capitolo (sie besitzt einen außerordentlichen Mosaikfußboden, den größten der westlichen christlichen Welt), das Baptisterium, der Glockenturm, der Heldenfriedhof sowie zahlreiche Anlagen im Freien, zu denen u.a. ein Römisches Forum (115m x 57m) und ein Römischer Flusshafen gehören. (www.basilicadiaquileia.it) Von hier aus ist die Autobahn A23 in Richtung Udine rasch zu erreichen, auf der man bis nach Österreich weiterfahren kann.

Veranstaltungen, Termine und Tipps

Bagno „Alla Laterna“ Pedocin in Triest – Das einzige Stadtbad in Europa wo Frauen und Männer von einer Mauer am Strand getrennt sind, im Badebereich aber zusammenkommen können. http://sport.comune.trieste.it/bagni-comunali/

Lagunenrundfahrt von Grado zum Casone von Mota Safon – Hier hat der große Dichter und Regisseur Pier Paolo Pasolini 1968 den Film „Medea“ mit Maria Callas gedreht. www.grado.it

Tempora Aquileia – Wiederbelebte Geschichte. In der dritten Juniwoche kann man die Gründung von Aquileia noch einmal erleben, u.a. mit Gladiatorenkämpfen, Schlachten zwischen Römern und Galliern, römischem Lager und keltischer Siedlung. www.temporaaquileia.it

Handbuch Strada Vino E Sapori – Wein und Gastronomievon derKüste über das Hinterland bis zur Bergregion entdecken, 342 Seiten, kostenlos erhältlich via www.turismofvg.it

Die Presse-Recherche vor Ort wurde unterstützt durch ENIT und PromoTurismoFVG/Pressestelle, Frau Elisa Sabot. Weitere Informationen: www.turismofvg.it

Text und Bild: Frank Keil