Sleaford Mods – Blicken zurück

Sleaford Mods sind in den Schoß des britischen Kult-Indielabels Rough Trade zurückgekehrt und haben gerade die 22 Tracks starke Compilation „All That Glue“ veröffentlicht. Die enthält Lieblingslieder der Band, B-Seiten und Rares und enttäuscht einen auch selbst dann nicht, wenn man schon alle Platten des Duos aus Nottingham kennt. Die Songs wurden natürlich allesamt von der Band ausgesucht. Jason Williamson und Andrew Robert Lindsay Fearn blicken also persönlich auf die letzten sieben Jahre ihrer Karriere zurück und strecken jedem wütend den Mittelfinger entgegen, der ihnen auf den Sack geht. Aber „All That Glue“ ist nicht nur (wie sonst bei den Sleaford Mods) ein Album voller, mit minimalistischen Sounds unterlegtem Gemecker (siehe „McFlurry“, „Fizzy“, „Jolly Fucker“ oder „Second“), es gibt auch ganz verwunderlich harmonisch-melancholische Momente wie in „Tarantula Deadly Cargo“ und „Slow One’s Bothered“ oder auch klassischen HopHop („Fat Tax“).

Text: Kai Florian Becker Bild: Rough Trade

Sleaford Mods „All That Glue“ (Beggars Group/Indigo)
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