Tini – Bardin, Songwriterin und Traurednerin aus Bamberg

Wie bist Du zur Musik gekommen?
Schon meine Mutter und mein Großvater haben mit mir und meiner Zwillingsschwester viel Musik gemacht, auch durch meine Schulzeit hindurch. Damals habe ich viel in Chören gesungen. So ist die Musik nebenbei, auch durch mein Hobby Larp, immer mehr in mein Leben gekommen. Ich habe angefangen habe, eigene Songs zu schreiben und diese vorzutragen – und immer mehr Menschen wollten das hören.

Woher nimmst Du Deine Inspiration?
Meine hauptsächliche Inspirationsquelle ist das Liverollenspiel. Deshalb bezeichne ich meine Musik auch gern als Fantasy-Folk. Ich mache LARP mittlerweile seit 16 Jahren. Das schöne an dem Hobby ist, das es unglaublich kreativ ist, und man Dinge erleben kann, die einem normal nicht möglich wären, z.B. eine tragische Schlacht. Diese Themen spielen sich in meinen Liedern wieder.

Was sind Deine aktuellen Pläne?
Bei mir ist immer viel parallel los. Bei PurPur, der Mittelalter-Folk-Band, arbeiten ich und meine Schwester nach vier CDs gerade an einem Liederbuch. Daneben produziere ich momentan zwei Solo-Songs, einen Folk- Song und einen Fantasy-Larp-Song. Mittelfristig sind zwei CDs in Planung, darunter eine mit Schlafliedern. Viele meiner Fans haben mittlerweile selbst Kinder, mit denen sie meine Songs anhören. Anscheinend haben sie eine beruhigende Wirkung.

Du arbeitest auch als freie Traurednerin, was kann man sich darunter vorstellen?
Als freie Traurednerin buchen mich Menschen, die gern eine schöne Zeremonie hätten, diesen besonderen romantischen Moment, gleichzeitig aber nichts mit der Kirche anfangen können. Jede Zeremonie ist individuell auf das jeweilige Paar zugeschnitten und ich kann auf Mottos wie Mittelalter oder Steampunk eingehen, ohne auf den kirchlichen „Ballast“ Rücksicht nehmen zu müssen. „Freie Trauung“ bedeutet, man ist frei, mit mir zusammen die Zeremonie so zu gestalten, wie man das möchte. Dabei können sehr schöne, persönliche, nicht kitschige, aber romantische Momente entstehen.

Text: Tanja Karmann | Bild: Antje Hamann

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