Warm Blue – Spannende Debüt-EP

Im nächsten Jahr soll ihr erstes Album erscheinen. Auf dieses machen Warm Blue bereits jetzt mit ihrer ersten Veröffentlichung, der EP „To Draw A Face“, neugierig. Die Münsteraner machen laut ihres Labels einen Mix aus Grunge, Alternative, Emo und Shoegaze, wobei die Emo- und Shoegaze-Einflüsse überwiegen und man hier und da auch einen Postrock-Anteil heraushören kann (siehe „Down The Green Alley“). Diese Einflüsse wurden in viel Melancholie verpackt und werden von einem Sänger vorgetragen, dessen Stimme zwischen Betrübtheit und Verzweiflung hin und her wechselt.

Erfreulich ist, dass die fünf verhalten wirkenden Songs nicht träge klingen. Warm Blue haben ihnen genug Dynamik einverleibt, so dass der Abwechslung genüge getan wurde. Und der Sänger geht auch mal aus sich raus und schreit beherzt ins Mikrofon („Seattle“). Kurzum: Sehr guter Einstand!

Text: Kai Florian Becker Bild: Midsummer Records

Warm Blue „To Draw A Face EP“ (Cargo)
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