WND JAZZ

29. Internationale St. Wendeler Jazztage

14./20.-22.09.2019

Das WND gibt es jetzt seit 32 Jahren: Monatliche Konzerte im Kurhaus Harschberg, Jazz & more beim Stadtfest, Weihnachtsjazz, die Internationalen Jazztage, dazu die Unterstützung des Bigband-Projektes Urknall, aus dem seit 1987 ein engagiertes Team durch alle Generationen heranwuchs. Mittendrin der Festivalleiter Herr Urmetzer, der zusammen mit seinem Team auch in diesem Jahr wieder ein hochkarätiges Festival zusammengestellt hat und uns für ein Interview zur Verfügung stand. Vom Prologkonzert am Sa., 14.09. mit Masaa im Kurhaus, über die Shows mit NES, dem Daniel Garcia Trio, Marialy Pacheco & Rhani Krija, dem Vincent Peirani Quintett, Alexandra Lehmler & Band bis hin zu den Auftritten des David Helbock Trios sowie SOMI & Band reicht das Programm bis zum 22.09.

Sehr geehrter Herr Urmetzer, können Sie sich bitte unserer Leserschaft kurz vorstellen und uns ihren bisherigen künstlerischen Werdegang skizzieren.

Ersnt Urmetzer (c) Josef Bonenberger

Erst Schulmusikstudium an HfM und Germanistik an der Uni Saarbrücken, Dirigierstudium bei Pierre Cao in Luxemburg, 1982 die Gründung des Bigband-Projekts Urknall in St. Wendel, 1987 Jazzförderkreis St. Wendel und 1993 Saarländischer Landesverband Jazz, 1989 Gründung und Leitung der Landes-Schüler-Bigband Saar bis 2013, die Organisationsleitung des Jugendjazzorchester Saar 2003-2008.

Wie lange sind sie schon für die 29. Internationalen St. Wendeler Jazz Tage tätig und in welcher Funktion?

Seit Beginn 1989 bin ich als Festivalleiter tätig.

Wie lange haben sie das WND Jazz 2019 vorbereitet und wie groß war dabei das ihnen zur Seite stehende Team?

Konkret seit Spätherbst 2018; im Kernteam mit 12, im Festivalteam mit über 30 Personen.

Ohne die künstlerische Qualität der auftretenden MusikerInnen zu schmälern, gibt es für Sie persönlich den ein oder anderen Höhepunkt im Programm und wenn ja, welchen?

Ich freue mich sehr auf die Auftritte des Trios NES, das Vincent Peirani Quintett und SOMI & Band.

SOMI (c) Glynis Carpenter

Welche Bedeutung kommt den verschiedenen Locations wie dem Kurhaus Harschberg und dem Saalbau St. Wendel zu?

Das Kurhaus bietet eine intime Clubatmosphäre für 100 Zuhörer und ebenso wichtig ist der repräsentative Rahmen im Saalbau mit großer Theaterbühne und entsprechender Ton- und Lichttechnik für 400-500 Zuhörer.

Wodurch unterscheiden sich die 29. Internationalen St. Wendeler Jazz Tage von ähnlichen Veranstaltungen im Saarland und in anderen Bundesländern?

Durch das ausgefeilte Programm, die stilistische und kulturelle Vielfalt. Alle Formationen zeigen, wie aus Begegnungen verschiedener Kulturen neue kreative Ideen entstehen können, ohne Schubladen und Sprachgrenzen. WND JAZZ steht für intime, angenehme Atmosphäre und guten Ton. Ein engagiertes Team sorgt für eine optimale Betreuung, Künstler und Publikum fühlen sich gut aufgehoben. Der interkulturell aktive Verein „Saarkult“ fördert kulinarisch mittels eines üppigen orientalischen Büffets den Dialog zwischen den Kulturen.

Wie schaffen Sie den Brückenschlag zwischen ansprechender inhaltlicher Ausrichtung, zur Verfügung stehendem Budget, Publikumszuspruch und innovativer Ausrichtung der WND Jazz?

Eigentlich durch die Quadratur des Kreises. Aber die stilistisch offene Programmgestaltung mit Themenschwerpunkten, verbunden mit der Mischung von bekannten und wenig bekannten innovativen Formationen hat über Jahre ein treues Stammpublikum gefunden und viele öffentliche und private Unterstützer gebunden, allen voran die Stadt St. Wendel und das Kultusministerium.

Masaa (c) Dominik Wagner

Werden Sie die Zeit finden, am 14.09. und 20.09.-22.09. alle InterpretInnen anzuhören/anzuschauen?

Wenn organisatorisch alles läuft, nehme ich mir schon die Zeit, mir alle Formationen anzuhören.

Was steht für Sie im Anschluss an die 29. Internationalen St. Wendeler Jazz Tage auf dem Programm, welche Projekte füllen ihre Agenda bis Jahresende?

Zwei Monatskonzerte im Kurhaus Harschberg und das 33. Weihnachtsjazzkonzert im Kulturzentrum St. Wendel-Alsfassen.

Sie selbst leiten die Bigband Urknall, die bereits 1982 von ihnen gegründet wurde. Mittlerweile gibt es auch das Jugendprojekt Urknällchen. Welche Pläne gibt es für diese Formationen?

Drei Urknall-Konzerte im Herbst mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Benny Carter, Cole Porter-Songs und Gilad Atzmon-Titel.

Text: Frank Keil Bild: PR

Künstlerinformationen & Zeiten: wndjazz.de